Wallfahrtsorte in Tirol

Wallfahrtsorte in Tirol

Der Wonnemonat Mai ist der klassische Monat für Wallfahrten. Aber diese Gnadenorte werden auch das ganze Jahr über gerne besucht. Im “Heiligen Land” Tirol haben Wallfahrten eine lange Tradition. Der Tiroler Seniorenbund hat für Sie die schönsten Wallfahrtsorte zusammengestellt, egal ob im Oberland oder in Osttirol. Ein Besuch lohnt sich auf alle Fälle. Die älteste Wallfahrtskirche in Tirol befindet sich im Tiroler Oberinntal, in Serfaus. Der bekannte Wallfahrtsort Locherboden zählt eher zu den jüngeren Wallfahrtsstätten.

Wallfahrtskirche St. Georgenberg
Auf einem ca. 100 Meter hohen Felskegel begrüßt die Wallfahrtskirche St. Georgenberg Ihre Pilger. Gegründet wurde St. Georgenberg laut Chronik in der ersten Hälfte des 10. Jahrhunderts von Rathold von Aibling, der anfangs hier in einer Höhle gelebt haben soll. Über zwei verschiedene Pilgerwege kann man heutzutage zur Wallfahrtskirche St. Georgenberg pilgern: Von Stans aus durch die wildromantische Wolfsklamm oder über den Pilgerweg, der in Fiecht beginnt.

Basilika Maria Absam
Der Wallfahrtsort Absam mit dem berühmten Marienbildnis aus dem 18. Jahrhundert ist ein ganz besonderer Ort. Das Marienbildnis von Absam ist bereits seit über 200 Jahren eine bekannte Pilgerstätte und gilt heute als einer der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte Österreichs. Schon seit dem 18. Jahrhundert pilgern Gläubige zur Absamer Wallfahrtskirche St. Michael, welche im Jahr 2000 als einzige Kirche Tirols ohne Anbindung an ein Kloster oder Stift in den Rang einer Basilika minor erhoben wurde.

Wallfahrtskirche Maria Klobenstein
Die Wallfahrtskirche Maria Klobenstein liegt nördlich der Gemeinde Kössen, kurz vor der Grenze zu Bayern. Der Abstieg von der Straße aus ist in wenigen Minuten zu bewältigen, allerdings für Rollstuhlfahrer wenig geeignet, da es sich um einen naturbelassenen Waldweg mit eingelassenen Stufen handelt. In der Wallfahrtskirche, welche aus 2 miteinander verbunden Kapellen besteht, ist der Altar mit der “Schwarzen Madonna” zu finden. Unterhalb davon liegt noch eine kleine Lourdes-Kapelle, in welcher das als heilig geltende Quellwasser in einen kleinen Brunnen plätschert und auf Wunsch hier auch entnommen werden kann.

Wallfahrtskirche Maria Locherboden
Im mittleren Oberinntal, am sogenannten Locherboden bei Mötz in Tirol, befindet sich die Wallfahrtskirche “Maria, Hilfe der Christen”. Das Gotteshaus ist schon von weiten gut sichtbar und für alle gut zu erreichen.

Maria Waldrast
Am Fuße der Serles (2718 m), circa 3,5 km westlich oberhalb der Marktgemeinde Matrei am Brenner, befindet sich in 1641 m Höhe eine der meistbesuchten Gnadenorte Tirols, die Wallfahrtsstätte Maria Waldrast. Die Entstehung der äußerst beliebten Marienwallfahrt wird auf eine sagenumwobene Erscheinung im Spätmittelalter zurückgeführt.

Wallfahrtskirche Maria Brettfall
Weithin sichtbar steht die Wallfahrtskirche Maria Brettfall auf einem Felskopf über der Gemeinde Strass im Zillertal. Maria Brettfall kann durch einen halbstündigen Fußmarsch über eine, großteils im Wald liegende, Schotterstraße von Strass aus erreicht werden. Etwas unterhalb der Kirche findet sich eine Aussichtsterrasse, welche einen eindrucksvollen Blick aufs Inntal bietet.

Wallfahrtskirche Heilig Wasser bei Innsbruck
Die Heiligwasserkirche liegt in einem Waldstück am Nordhang des Patscherkofels in 1240 m Höhe, südöstlich oberhalb der Ortschaft Igls, die zur Katastralgemeinde Innsbruck zählt. Die Wallfahrtskirche gehört zum bekannten Stift Wilten in Innsbruck. Der Entstehungslegende nach führte eine Marienerscheinung zu Beginn des 17. Jahrhunderts zur Gründung der Wallfahrtsstätte.

Wallfahrtskirche Maria Stein
Beeindruckend auf einem 14 m hohen Felsen gelegen ist die Wallfahrtskirche Mariastein im Tiroler Unterland, die seit 1600 eine beliebte Pilgerstätte ist.

Wallfahrtskirche Dormitz
Ein alter Wallfahrtsort befindet sich auch in der Gemeinde Nassereith. Die Wallfahrt zur Gnadenmutter von Dormitz hat eine jahrhundertealte Tradition. Die Kirche ist zwar dem Heiligen Nikolaus geweiht, am Hochaltar findet man jedoch Maria mit dem Jesuskinde.

Wallfahrtskirche zur Heiligen Notburga
Das Leben und Wirken der heiligen Notburga wird in Tirol bereits in den Volksschulen gelehrt. Bestattet wurde Notburga in Eben am Achensee in der ehemaligen Rupertikirche, heute als Notburgakirche bekannt. Zahlreiche Besucher aus dem In- und Ausland pilgern zur Heiligen Notburga, die weithin als Schutzheilige für Dienstmägde, Arbeitsruhe und Feierabend verehrt wird.

Wallfahrtskirche Kaltenbrunn
Die Wallfahrtskirche Kaltenbrunn steht auf einem steilen Waldstück am Beginn des Kaunertales, auf 1260 m Höhe, 6 km von Prutz entfernt. Sie ist entstanden aus dem Wunsch nach einer Gebetsstätte zu Maria, der Himmelskönigin, entstanden aus dem Glauben des Volkes, ohne besondere Marienerscheinung.

Wallfahrtskirche Mariathal bei Kramsach
Die Gründungslegende erzählt, dass ein Ritter Berthold von Fruntsprung mit seinem Bruder auf die Jagd gehen wollte, seinen Bogen spannte und auf die Läden des Schlafzimmerfensters seines Bruders zielte, um ihn zu wecken. Im gleichen Augenblick öffnete dieser sein Fenster, wurde er vom Pfeil tödlich getroffen und stürzte hinunter. Berthold irrte in den Wäldern des Brandenberger Tales umher und fand am Ausgang des Tales in einem Baum das Bild der schmerzhaften Muttergottes. An dieser Stelle ließ er ein Kloster errichten. Das Marienbild wird noch heute verehrt und befindet sich in der Gnadenkapelle.

Wallfahrtskirche Maria Schnee in Virgen
Auf uraltem historischen Boden steht eine der kunstgeschichtlich interessantesten Kirchen Osttirols, die durch Jahrhunderte das Ziel frommer Wallfahrer war und ist. Das spätgotische Bauwerk mit Spitzbogenfenstern hat seine heutige Gestalt in der Mitte des 15. Jahrhunderts durch Erweiterung einer kleinen frühgotischen Kirche erhalten. Die eindrucksvollen Fresken der Leidensgeschichte Jesu malte Ende des 15. Jahrhunderts Simon von Taisten, der Hofmaler der Görzer Grafen.